Eugen Onegin ist ein Dandy, der vom jungen romantischen Dichter Lenskij in die Landgesellschaft eingeführt wird. Dort lernt er vor allem Olga, Lenskijs Verlobte, und deren ältere Schwester Tatjana (Tanja) kennen. Zwischen Lenskij und Olga besteht eine jugendliche, zutiefst romantische Liebe. Tatjana, eine sehr belesene, schüchterne junge Frau, verliebt sich in Eugen Onegin, der ihre Liebe auf kalte Weise zuückweist.
Bei einem Fest tanzt er, um Tatjana zurückzuweisen, nur mit ihrer Schwester Olga. Lenskij ist darüber rechtschaffen empört und fordert Onegin zu einem Duell, in dessen Folge der junge Dichter von Onegin getötet wird. Onegin verlässt die Gegend, Olga findet bald eine neue Liebe und Tatjana wird in Moskau mit einem Mann aus guter Gesellschaft verheiratet.
Als Onegin die mit einem älteren General verheiratete Tatjana auf einem Ball wiedertrifft, erscheint sie ihm reif, gebildet, wunderschön und begehrenswert. Tatjana weist ihn kühl darauf hin, dass er nicht sie liebt, sondern ihre gesellschaftliche Stellung. Später gesteht sie ihm, dass auch sie ihn immer noch liebt, aber dass es jetzt zu spät sei, da sie durch ihre Heirat Verpflichtungen übernommen hat und ihr Versprechen nicht brechen will.
Eigene Meinung:
Ich empfand Tatjana als eine wunderbare, vielschichtige Figur von viel Charakter, während mir Onegin eher als Karikatur erschien.
Die Handlung war spannend und auch die Beschreibungen der russischen Gesellschaft jener Zeit gefiel mir gut. Ich hätte gerne das russische Original zur Hand gehabt, um es parallel zu überfliegen, weil mir die Übersetzung nicht an das ob seiner sprachlichen Stärke und Schönheit vielgerühmte russische Original heranzukommen schien.